Macht mit

Liebe Genoss*innen, Freund*innen und Interessierte,

Dieses Jahr hat die Corona-Pandemie das alltägliche wie auch politische Leben fest im Griff und stellt uns auf allen Ebenen vor neue Herausforderungen. Kaum eine andere Situation wirkte bisher so katalysierend auf die permanente politische, soziale, ökologische und ökonomische Krise in der wir uns durch den Kapitalismus sowieso dauerhaft befinden.

Das Virus macht die Probleme innerhalb des kapitalistischen Systems und unserer Gesellschaft so deutlich sichtbar wie kaum eine andere Situation.

Egal ob Schulen, Kitas, Krankenhäuser, Altenheime oder kulturelle Einrichtungen. Am heftigsten lassen sich die bisherigen Auswirkungen der Corona-Krise in den über die Jahre durch die neoliberale Finanzpolitik kaputt gesparten Sektoren erkennen, die für das gesellschaftliche Leben am relevantesten sind. Während für die Automobilbranche mal eben noch 3 Mrd. Euro locker gemacht wurden, müssen Pfleger*innen und Ärzt*innen Überstunden schieben um zu versuchen, die kaputt gesparte Infrastruktur der Krankenhäuser ausgleichen zu können. Während die Situation in Geflüchteten-Unterkünften schon ohne Corona kaum erträglich ist, herrschen dort nun absolut unmenschliche Zustände. Während Obdachlosen-Einrichtungen und Frauenhäuser aufgrund steigender geschlechtsspezifischer Gewalt Betroffene abweisen müssen, stehen Hotels massig leer.

Es ist absehbar, dass die folgende ökonomische Krise auf die lohnabhängige Mehrheit abgewälzt werden soll, während der gesellschaftlich produzierte Reichtum zur Aufrechterhaltung des Systems weiterhin von unten nach oben verteilt wird. Gewinne werden wie üblich privatisiert, Verluste vergesellschaftet.

Wie stark die Krisenfolgen auf die Mehrheit abgewälzt werden, hängt maßgeblich von den Kämpfen ab, die wir gemeinsam führen werden!

Wir wollen uns lokal vernetzen und eine Plattform für unsere Aktivitäten und offenen politischen Austausch schaffen. Solidarisch wollen wir uns sozialer Isolation und Vereinzelung entgegenstellen und gemeinsam aus der Lähmung in die politische Handlungsfähigkeit kommen.

Unter einer antikapitalistischen, feministischen, antirassistischen, antimilitaristischen und ökologischen Perspektive wollen wir gemeinsam Ansätze entwickeln wie wir solidarisch durch die Krise kommen.

Werdet aktiv und Teil des Bündnisses!

Sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen die die Grundlagen des Bündnisses teilen, sind herzlich willkommen!